Wort – Schätze

Eine berufsbegleitende systemische Weiterbildung
zu integrierten Methoden wirksamer Gesprächsführung
Abschluss als „Systemischer Berater/In“   (DGSF)

Zertifizierte Weiterbildung der Deutschen Gesellschaft für systemische Familientherapie (DGSF)

Leitung:
Manfred v. Bebenburg: Dipl.Soziologe, Familientherapeut,
                                          Lehrtherapeut (SG)

und   GastdozentInnen
 

Zur Zeit läuft der 8. Kurs:  von Juni 2011  bis Frühjahr 2014  (10 Seminare)

Der 9. Kurs ist von Juni 2013  bis Frühjahr 2016  (10 Seminare) geplant

...die Ziele

Die Weiterbildung vermittelt einen integrativen Ansatz verschiedener Methoden der Gesprächsführung in der Beratung, der  Betreuung und  der Kooperation in psychosozialen Arbeitsfeldern.  „Integrativ“ bedeutet: Es werden Methoden zusammengeführt, die aus der Kommunikationstheorie (Paul Watzlawick), dem systemischen Arbeiten (u.a. S.Minuchin, M.Selvini-Palazzoli, V.Satir), dem Konstruktivismus (Heinz v.Foerster), der Hypnotherapie (Milton Erikson), dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP, R. Bandler, J. Grinder), der lösungsorientierten Kurztherapie (St. de Shazer), der Polykontexturalität (G. Günther), der klientenzentrierten Gesprächsführung (C. Rogers) und der „gewaltfreien Kommunikation" (M.B.Rosenberg) stammen. Ein systemisches Verständnis der Kommunikation und der Wirkung von Sprache, der Entstehung und Lösung von Problemen sowie der Wechselwirkungsprozesse und Muster in sozialen Systemen bildet den Rahmen der genannten verschiedenen Ansätze. Integriert sind auch  Methoden, die im Laufe langjähriger eigener Beratungspraxis, Supervisionstätigkeit und Fortbildungen des Kursleiters entwickelt wurden. Das systemische Arbeiten ist ein geeignetes „Dach“, unter dem diese Integration möglich wird.

Die Weiterbildung "WORTSchätze" soll es den TeilnehmerInnen ermöglichen, die methodische Vielfalt mit den eigenen Fähigkeiten (Ressourcen) zu verknüpfen und im Rahmen der Übungen in der Gruppe sowie der Anwendung in der eigenen Berufspraxis zum eigenen, persönlichen Stil zu integrieren – der zweite Aspekt dessen, was mit „integrativ“ in dieser Weiterbildung gemeint ist. Die Reflexion der eigenen Person in Selbsterfahrung und Supervision ist wichtiger Bestandteil der Weiterbildung.

Es geht ferner darum, die eigenen Kompetenzen in Gesprächsführung so zu erweitern, dass es gelingt, die Methoden in verschiedenen Kontexten der Beratung, der kollegialen Kooperation und der Arbeit in sozialen Institutionen flexibel einzusetzen - meisterlich und partnerschaftlich zugleich. Dazu gehört auch „aktives“ Hören einzuüben, um das Ungesagte im Gesagten zu erhören.

Die eigene berufliche Entwicklung kann durch die Weiterbildung und den Abschluss als "Systemischer Berater (DGSF)" unterstützt werden. Für manche Arbeitsstellen ist eine derartige Weiterbildung Voraussetzung. ;Manchmal genügt auch der Nachweis der bereits begonnen Weiterbildung.

Und nicht zuletzt laden die "WORTSchätze" auch zum Innehalten und zu Aus-Flügen in die Welt des Möglichen, der veränderten Perspektiven und der eigenen Kreativität ein. Eine Entdeckungsreise, bei der Ernst und Humor sich die Hand reichen. Ziel der Reise ist, eigene Schätze „auszugraben“ und neue zu entdecken.
 

... die Inhalte

Jedes Seminar dauert 4 Tage, jeweils von Dienstag bis Freitag. Der Abstand
zwischen den Seminaren ist ca. 4 Monate.
In dieser „Zwischenzeit“ finden die
Regionalgruppentage und Supervisionstreffen statt.

         1. Seminar:

Systemische Rahmung (1)

  • Haltungen und Ressourcen

  • Theoretische Fundamente: Wahrnehmung, Repräsentationssysteme, lebende Systeme, Wirklichkeitskonstrukte, Sprache und Kommunikationssysteme

  • Am Beginn der Beratung: Systemanalyse, die Auftragslage und die Entschlüsselung verdeckter Eigenaufträge

     

2. Seminar:

Systemische Rahmung (2)

  • Kontextanalyse

  • Prozesse wahrnehmen und steuern

  • Aufbau des Kontaktes: Die ersten fünf Minuten

  • Arten des Kundig-Seins

  • „Verbraucherschutz“: Verhandeln statt behandeln

  • Wenn KlientInnen in Ruhe gelassen werden wollen: Kontexte mangelnder Freiwiligkeit

     

3. Seminar:

  • Vom Problem zur Lösung: Problemdimensionen und Lösungsstrategien

  • Werkstatt: Methoden der lösungsorientierten Kurztherapie

  • Arbeit mit Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktionen

  • Selbsterfahrung

     

4. Seminar:  

  • Ressourcen entdecken und fördern

  • Spezielle Problemlösungsstrategien (1)

  • Erkunden von Landkarten – das Meta-Modell

  • Selbsterfahrung

     

5. Seminar:

  • Halbzeit ...  -  Zeit, das Bisherige zu integrieren:
    vertiefende Übungen

  • Spezielle Problemlösungsstrategien (2)

  • Kollegiale Beratung, reflecting Team

  • Selbsterfahrung

     

6. Seminar:

  • Mit Sprache Beziehung gestalten

  • Manipulative Sprachmuster identifizieren

  • Systemische Organisationsanalyse

  • Systemisches zur Genderperspektive

     

7. Seminar:

Systemische Rahmung (3)

  • Systemische Gesprächsführung in Teams und Institutionen

  • Systemische Interviewtechniken

  • Prozesssprache: Das Milton-Modell

  • Arbeit mit Metaphern oder: Kleine Zaubereien

8. Seminar: 

  • Systemisches Verständnis von Konflikten

  • Konfliklösungsstrategien, Konfliktmoderation

  • Gewaltfreie Kommunikation nach M.B.Rosenberg 

     

9. Seminar: 

  • Selbsterfahrung: die eigene Herkunftsfamilie

  • Arbeit mit Genogrammen

  • Supervisionstage und Fallarbeit

     

10. Seminar und Abschluss:  

  • Die Zusammenschau: Wo rede ich wie?

  • Kontextanalyse, Sprachstile und Grenzen des Verbalen

  • Kolloquium

  • Abschluss einer Beratung oder Betreuung

  • Abschluss der Weiterbildung: „Ich hätte da noch ´ne Frage...“

  • Abschied

   

...die TeilnehmerInnen

 

Die Weiterbildung ist für alle Menschen geeignet, die im sozialen Bereich tätig sind. Beratung, Betreuung, Begleitung und Kooperation findet in großem Umfang über Sprache und Gesprächsführung statt. Auch viele spezielle therapeutische Verfahren (z.B. Ergotherapie) werden in ihrer Wirkung durch gute Gesprächsführung unterstützt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im psychosozialen Bereich, z.B. SozialarbeiterInnen, (Sozial-) PädagogInnen, PsychologInnen, (Heil-)ErzieherInnen, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen usw. Ferner wird eine aktuelle Berufspraxis als Anwendungsfeld für das in der Fortbildung Erlernte vorausgesetzt (berufsbegleitende Weiterbildung). Sonderregelungen sind nach Absprache möglich.

 

...Präsentation und Didaktik


Wir arbeiten im Plenum und in Untergruppen. Theorievermittlung, Übungen im Rollenspiel, Videofeedback, Selbsterfahrung sowie Auflockerungen wechseln sich ab. Der Kurs gibt Raum, Ressourcen zu entdecken, Fälle aus der Praxis und auch eigene Probleme zu bearbeiten sowie Erfahrungen mit anderen TeilnehmerInnen auszutauschen. Das Tagungshaus Albgarten bietet das Ambiente, um sich wohl zu fühlen und anregende Abende miteinander zu erleben. All das soll sich zu einem Entwicklungsprozess verbinden, der bereichert, qualifiziert  und Freude macht. Zwischen den Seminaren treffen sich die TeilnehmerInnen in regionalen Lerngruppen und zu Supervisionstagen (Supervisoren s.u.).

 

...Kursleitung

Die Weiterbildung wird von Manfred v. Bebenburg, Dipl.Soziologe, Familientherapeut, Lehrtherapeut (SG) und NLP-Practitioner geleitet. Gastreferenten sind Birgit Fischer, Dipl.Soz.Päd., Systemische Beraterin, Systemische Kindertherapeutin; Monika Schäpe, Dipl.Soz.Päd., zertifizierte Trainerin  in gewaltfreier Kommunikation, Christiane Lier, Dipl.Psych., Familientherapeutin und Supervisorin  sowie Holger Lier, Dipl.Soz.Päd, Familientherapeut und Supervisor. Die Supervisionstage mit den regionalen Lerngruppen werden von Christiane Lier, Holger Lier. Birgit Fischer und Manfred v. Bebenburg durchgeführt.

 

...der organisatorische Rahmen

Die Weiterbildung umfasst 10 Seminare mit insgesamt 40 Tagen. Hinzu kommen 9 Regionalgruppen-Tage für vertiefende Übungen, sowie 9 Supervisions-Tage, die jeweils zwischen den Seminaren terminiert werden.. Die Regionalgruppen verabreden Ort und Zeit ihrer Treffen selbst bzw. mit den SupervisorInnen. Für die Gestaltung der Tage werden in den Seminaren methodische Anregungen gegeben. Insgesamt umfasst die Weiterbildung also 58 Tage, verteilt über knapp Jahre, die für die Zertifizierung vorausgesetzt werden.

Die Weiterbildung kann mit einem Zertifikat  „Systemische(r) Berater/in“  abgeschlossen werden. Dazu gehören eine Fallausarbeitung, ferner die Bearbeitung zweier Tonband- oder Videoaufzeichnungen aus der Praxis sowie die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusskolloquium. Der Kurs ist von der DGSF (Deutsche Gesellschaft für systemische Familientherapie) zertifiziert. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Weiterbildung   und Vorlage der protokollierten eigenen Beratungspraxis (gemäß der Richtlinien) erhalten die Teilnehmer zusätzlich das Zertifikat  "Systemische(r)  Berater/in  (DGSF)".
 

...und die Kosten

Die Kosten einschl. der Supervisionskosten (extra Termine), der Unterkunft im Doppelzimmer, Verpflegung und aller Materialien (ausführliche Textunterlagen) betragen € 135.- pro Kurstag, . Die gesamten Weiterbildungskosten betragen dementsprechend  ca. € 5.300.-,  die sich auf vier Jahre verteilen lassen. Der Zuschlag für Einzelzimmer beträgt € 10.- pro Nacht und wird direkt im Albgarten entrichtet. Die Anmeldegebühr beträgt  € 150.-, sie wird auf die letzte Rate angerechnet, verfällt allerdings bei Abbruch
der Ausbildung. Der Zahlungsmodus (Überweisung je Seminar, Dauerauftrag,
Ratenzahlungen etc.) wird nach Wunsch des Teilnehmers geregelt. Maßgeblich
für die Reservierung des Platzes in der Weiterbildung ist das Datum der
schriftlichen Anmeldung. Ein Rücktritt ist bis 6 Wo. vor Beginn kostenfrei möglich.

 

...„Schnupperwochenende“

Nicht jede(r) will sich gleich auf eine längere Fortbildung einlassen, ohne ein Gefühl zu bekommen, was sie/ihn erwartet. Deshalb werden 1 - 2 Schnupperwochenenden angeboten. Die Kosten dafür betragen € 130.- incl. Unterkunft (DoZi) und Verpflegung. Ein erstes Schnupperwochenende wird  im März 2013 von einem Fr., 18 Uhr bis Sa., ca 16 Uhr ausgerichtet.  Ein zweites Wochenende wird bei entsprechender Nachfrage eingerichtet (voraussichtlich im ersten Mai-Wochenende 2013).

 

...der Tagungsort

Die Weiterbildung findet im Tagungshaus „Albgarten“ in Hausen ob Urspring bei Schelkingen, ca. 30 km südwestlich von Ulm, auf der Schwäbischen Alb statt. Der Albgarten ist seit 11 Jahren wieder als Seminarhaus in Betrieb, und gilt als viel gelobter Ort, um sich wohl zu fühlen ( www.Albgarten.de) . Es gehört zur Konzeption der Weiterbildung, dass der Lernprozess im Kurs  durch die räumliche Umgebung unterstützt wird.

 

ISFA
Institut für sozialpsychiatrische Fort- und Ausbildung e.V.

 

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Unsere Anschrift:

Albgarten e.V. / Institut BASIS
Langengasse 25
89601 Hausen o.U.
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Email: mvb@albgarten.de

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www.albgarten.de ; www.bebenburg.info